Zentralmatura ab 2017 auch an Schulen für Berufstätige

Wien (PK) – Die Zentralmatura wird ab 2017 auch an Schulen für Berufstätige eingeführt. Dies beschloss der Nationalrat mit einer Novelle zum Schulunterrichtsgesetz für Berufstätige, Kollegs und Vorbereitungslehrgänge sowie zum Berufsreifeprüfungsgesetz mehrheitlich. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens gewährleiste eine bestmögliche Abstimmung der neuen Maturaform zwischen den Schulstandorten für Berufstätige und jenen für Berufsreifprüfungen, teilte Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hoseck in der Debatte mit. Die Ministerin begrüßte es ausdrücklich, dass ab 2017 gleiche Standards auch für SchülerInnen gelten werden, die sich berufsbegleitend auf die Matura vorbereiten.

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Schule twittert

Am Abendgymnasium Wien finden in den letzten Schulwochen sehr viele mündliche Maturaprüfungen statt. Die Einteilung der Prüfung kann sich immer auch etwas verschieben. Die Frage war, wie können wir den Studierenden und beteiligten Lehrer/innen in Echtzeit vermitteln, wer gerade dran ist, um lange Wartezeiten zu vermeiden?

Die Antwort ist: Twitter. Einen Erfahrungsbericht über dieses kräftige Werkzeug der Informationsweitergabe gibt es auf der Homepage des Abendgymnasium Wien: Hier.

Statusupdates mündliche Matura

Themen – Sprachen – Fertigkeiten

1wMit dem „Projekt #1W“ wird am Abendgymnasium Wien ab Herbst 2015 im ersten Semester in einem Modul (1W) themenorientierter Unterricht angeboten.

Nicht in der klassischen Fächerform werden die Inhalte gelehrt, sondern nach Themen: Der Boden – Namen – Wienwahl – Sinne – Entdeckungen – Disaster – usw.

Anhand dieser Inhalte werden die Grundkompetenzen der Hauptfächer erarbeitet. Begleitend erfolgt die Stärkung der Unterrichtssprache Deutsch, möglicher weiterer Muttersprachen, sowie Englisch, um die EU-Richtiglinie „Dreisprachigkeit“ auch am Abendgymnasium Wien umzusetzen.

Regelmäßige Leistungsüberprüfung sollen die Bindung an die Schule und damit den erfolgreichen Unterrichtsbesuch der aufsteigenden Semester stärken.

#1W kann regulär von erstsemestrigen Studierenden inskribiert werden.

Details erfahren interessierte Studierende in der Studienkoordination, das genaue Konzept zu diesem Kurs ist hier im Web.

Wissenschaftliches Zeichnen im Physikkurs

technisch

In einigen Physikmodulen lernen die Studierenden derzeit eine üblicherweise wenig beachtete Fertigkeit kennen: die wissenschaftliche Illustration.

Die Herausforderung ist dabei, das zu zeichnende „Ding“ genau kennenzulernen. Die Form, Strukturen, das Licht. Die einzelnen Elemente. Die Studierenden lernen beim eigenen Zeichnen, dass ein erster Versuch immer unvollkommen ist. Sie lernen, die Schwierigkeiten zu benennen, die sie beim Zeichnen erleben.

Diese Schwierigkeiten sind dabei bei wissenschaftlichen Illustrator/innen gut bekannt. Sie sind ganz normal, erzählt Alois Wilfing, der als botanischer Illustrator im Londoner Royal Botanic Garden gelernt hat.

Warum man überhaupt noch illustriert, wo es doch digitale Fotoapparate gibt, erzählt er selbst …

Hier sind noch Bilder aus seinem Atelier.

Hörtipp: Gesellschaft zwischen Resignation und Radikalisierung

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Eine spannende 30-minütige SWR2-Aula gibt es zum Thema „Vielfalt“ in der Gesellschaft. Vielfalt ist nur dann sozial verträglich für eine Gesellschaft und damit von Vorteil, wenn gleichzeitig auch gemeinsame Identitäten entwickelt werden.

Das sagt Kostas Petropulos vom Heidelberger Büro für Familienfragen und soziale Sicherheit und bringt viele Beispiele für Gemeinsames und Trennendes in Europa. „Die europäische Banken-, Staatsschulden- und Eurokrise haben das bisherige Wachstumsmodell zerstört und damit den Kitt zwischen den Gesellschaften bröckeln lassen.“

Link zur SWR2-Aula (mp3 zum Herunterladen)

„Begehung“ der Religionen

Begegnung zwischen Christen und Moslems: Exkursion im Fernstudium am Abendgymnasium Wien

Am 11. April gingen wir nach 13.00 Uhr von der Brünnerstraße weg zu unserer ersten Station an diesem Nachmittag, die Moschee für die bosnischen Moslems nahe des Reumannplatzes im 10. Bezirk. Unser islamischer Religionsprofessor Abdulmedzid Sijamhodzic ist dort als Imam tätig. Wir lernten einen islamischen Gebetsablauf kennen und wurden über sehr gut über islamische Lehre und Glaubenspraxis informiert.

Danach machten wir uns zu unserer zweiten Station auf, die Jesuitenkirche im 1. Bezirk. Pater Sperringer, zeigte uns die wunderbare Kirche. Im Anschluss an diese Führung standen die Fragen unserer moslemischen Studierenden im Mittelpunkt. Wir (Katharina Prammer und Martin Söll) stellten unseren christlichen Glauben dar. Es war eine gelungene Exkursion, bei der jede Glaubensrichtung eine Bereicherung erfuhr.

Martin Söll, Religionslehrer
 

Forschungsfragen – die ersten Ideen

IMG_0794„Welche drei Hauptwörter würden am häufigsten vorkommen, wenn ich jeden Tag vor dem Zubettgehen einen „random“ Textabsatz schreiben würde?“ #sophie

Wenn Studierende gebeten werden, fünf Fragen an die Natur – an die Umwelt – aufzuschreiben, sind das im Idealfall die Fragen, die sie sich wirklich stellen, oder im nicht so idealen Falle jene Fragen, auf die sie glauben, dass sie eine gute Note bekommen. In jedem Fall ist das Ergebnis interessant.

In einem weiteren Schritt werden die Studierenden die Fragen nach „Machbarkeit in diesem Semester“ überprüfen. Eine Checkliste zu diesem Schritt gibt es hier.

Hier aber die Liste der spannenden, unverfälschten „ersten Fragen“. Sie entstand im Rahmen des Fernstudienunterrichts „Physik“ mit Schwerpunkt „Entdeckungen“ im Sommersemester 2015 am Abendgymnasium Wien. Der Prozess der Fragenfindung dient auch als Erfahrungsgrundlage für kommende „vorwissenschaftliche Arbeiten“, die im Rahmen der Maturareform auch in wenigen Jahren an den Abendgymnasien erstellt werden.

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Hörtipp: Der Hund mit der langen Zunge. Teheran-Linz-Wien

lut032-300x300Das erste, was Golriz Gilak bei ihrer Ankunft am Flughafen Wien als 4-jähriges Kind bemerkt hat, war ein Hund.

Sie hat sich gewundert, wie seine lange Zunge wohl in sein Maul passt.

Ihr Vater brachte ihr fünf deutsche Worte bei, um im Kindergarten schnell zu lernen: “Bitte”, “Danke”, und: “was ist das”.

Im Gespräch erzählt sie, wie es ist, als Österreicherin mit persischem Hintergrund in und zwischen den Kulturen zu leben. Sie spricht über ihr Bildungsideal, ihre Arbeit als Integrationsbotschafterin und über das, was sie freut und kränkt.

Link zum Gespräch, das im Rahmen der Projektwoche am 28. Jänner 2015 in der „Skylounge“ des Abendgymnasiums aufgezeichnet wurde.

lut033… und das zweite Gespräch ist nun auch online, das im Rahmen der Projektwochenangebote entstanden ist.

Stefan Hinsch, Abendschullehrer für Geschichte und Geografie spricht über Wirtschaft. Mythen. Mainstream. Alternative Erklärungen.

Mythen gilt es zu hinterleuchten.

Wirtschaft zu verstehen ist nämlich schwierig, wenn das eigene Wirtschaften mit dem Vaterunser und dem Wirtschaften des Staats vermischt wird.

Abzuholen gilt es die Studierenden, wenn sie über Wirtschaft lernen, von diesen Mythen, die hinter unserem Denken über Wirtschaft liegt.

Und ja, es geht um Geld, Agglomerationsvorteile, Interessensgruppen und das Wirtschaftswachstum. Transparenz und den Klimawandel.

Link zum Gespräch